Sprachdiagnostik bei mehrsprachigen Vorschulkindern

Seminarinhalte

Viele zweisprachige Kinder werden in der sprachtherapeutischen Praxis vorgestellt, weil sie Schwierigkeiten beim Erwerb der deutschen Sprache haben. Für die Fachfrauen und –männer stellt sich dann häufig die Frage: Hat das jeweilige Kind eine Sprachentwicklungsstörung oder resultieren seine Sprachprobleme aus einem unzureichenden Sprachinput in der Zweitsprache Deutsch? Da es zur Beantwortung dieser Frage bislang keinen diagnostischen Standardweg gibt und nur sehr wenige Verfahren mit zufriedenstellenden Gütekriterien existieren, müssen die Sprachfähigkeiten vor allem theoriegeleitet erfasst werden.

In der zweitägigen Fortbildung werden deshalb zunächst die Grundlagen der mehrsprachigen Entwicklung (simultane und sukzessive Zweisprachigkeit) vorgestellt. Daran schließt sich eine kritische Darstellung der aktuell zur Verfügung stehenden diagnostischen Verfahren an. Aus der Besprechung der jeweiligen Vor- und Nachteile resultiert ein Vorschlag für einen diagnostischen Leitfaden. Diese Orientierungshilfe zeigt auf, welche Informationen zusammengetragen werden sollten, um möglichst fundierte Aussagen darüber machen zu können, welche Gründe für die Sprachauffälligkeiten eines mehrsprachigen Kindes vorliegen.

Zielgruppe

Die Fortbildung richtet sich vorrangig an praktizierende LogopädInnen und SprachtherapeutInnen ohne bzw. mit wenig theoriegeleiteten Vorkenntnissen zur frühkindlichen Mehrsprachigkeit. Es können gerne eigene Fallbeispiele eingebracht werden.

 

 

Sprachdiagnostik bei mehrsprachigen Vorschulkindern
SeminarnummerS-0270-DA
Termine 19. - 20.10.2012
Fr. 14:30h - 19:15h
Sa. 09:00h - 16:15h
Fortbildungspunkte 14
Dozentin Dr. Doreen Asbrock (Dipl. Psychologin)
Kosten210,00 EUR
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