Sprach- und Schluckstörungen bei Demenz

Seminarinhalte

Die Fortbildung soll einen theoretischen Überblick zu verschiedenen degenerativen und nicht-degenerativen Demenzformen, deren Differenzialdiagnostik sowie Interventionsmöglichkeiten geben. Schwerpunkt ist die Auswirkung verschiedener kognitiver Störungen auf Prozesse von Nahrungsaufnahme und Sprachverarbeitung und das Management dieser Probleme im klinischen und häuslichen Alltag.

Sprachstörungen bei Demenzen:

Sprachverarbeitungsprozesse sind von zahlreichen kognitiven Funktionen abhängig, die bei Demenzen in unterschiedlichem Ausmaß gestört sind. Es wird ein Überblick gegeben zu den Auswirkungen gestörter Aufmerksamkeits-, Gedächtnis- und Exekutivfunktionen auf die Sprachverarbeitung und zu sprachlichen Besonderheiten bei einzelnen Demenzformen. Im Anschluss werden einige Demenztests und spezifische therapeutische Herangehensweisen für die im klinischen Alltag am häufigsten vorkommenden Demenzsyndrome vorgestellt.

Schluckstörungen bei Demenzen:

Gestörte Aufmerksamkeits-, Gedächtnis- und Exekutivfunktionen haben auch vielfältige Auswirkungen auf Prozesse des Schluckens und der Nahrungsaufnahme, die im klinischen Alltag durch „klassische" Schlucktherapiemethoden kaum zu managen sind. Bei Patienten mit Demenz sind dies z.B. das Verkennen und Vergessen des Essens oder die Nahrungsverweigerung. Anhand von Videoaufzeichnungen und Fallbeispielen sollen therapeutische Herangehensweisen sowie effektive und ineffektive Kommunikationsstrategien im Umgang mit dementen Patienten während der Nahrungsaufnahme erarbeitet werden.

Sprach- und Schluckstörungen bei Demenz
SeminarnummerS-0236-MH
Termine 22. - 23.06.2012
Fr. 14:30h - 19:15h
Sa. 09:00h - 16:15h
Fortbildungspunkte 14
Dozentin Dr. phil. Maria-Dorothea Heidler (Diplom-Sprechwissenschaftlerin und Fachtherapeutin für kognitives Training)
Kosten210,00 EUR
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