Morphologie und Syntax - Dysgrammatismus in Theorie und Praxis
Der Dysgrammatismus ist eines der wesentlichen Merkmale der Spracherwerbsstörung: häufig sind es sogenannte „Late Talker“, die über keinen ausreichenden Wortschatz verfügen, um altersgemäß Zwei- und Mehrwortäußerungen zu produzieren. Entsprechend gelingt es ihnen auch nicht, die Verbzweitstellung bis zum 3. Geburtstag zu etablieren. Die Artikelgrammatik bleibt ein Buch mit sieben Siegeln, und – nicht zu vergessen: das Sprachverständnis bleibt an den Kontext der Alltagssituationen gebunden. Damit sind dysgrammatische Kinder in ihrem Lernen stark eingeschränkt – mit dramatischen Folgen für ihre gesamte kognitive Entwicklung.
Der Kurs befasst sich zunächst mit den theoretischen Grundlagen der Grammatik und des Grammatikerwerbs. Am zweiten Tag steht die Umsetzung in den therapeutischen Alltag im Vordergrund. Dabei werden Methoden und Materialien vorgestellt u. a. von Kon-Lab (Zvi Penner).
Theoretische Inhalte:
- Grundlagen der Grammatik
- der ungestörte Grammatikerwerb
- die Entwicklung des Dysgrammtismus
Praktische Inhalte:
- Diagnostik
- Möglichkeiten der Intervention
- Vorstellung unterschiedlichen Materials
Die TeilnehmerInnen sind eingeladen, eigene Fallbeispiele vorzustellen, an denen wir gemeinsam Therapiepläne erarbeiten.
| Morphologie und Syntax - Dysgrammatismus in Theorie und Praxis | |
|---|---|
| Seminarnummer | S-0202.2-HD |
| Termine | 01. - 02.06.2012 Fr. 14:30h - 19:15h Sa. 09:00h - 16:15h |
| Fortbildungspunkte | 14 |
| Dozentin |
Harriet Dohrs (Logopädin, Lehrlogopädin) |
| Kosten | 185,00 EUR |
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