Gespräche führen in der logopädischen Therapie

Reden lernt man durch reden (Cicero)

Zielsetzung des Seminars: Umgang und Erfahrungen mit den methodischen, sozialen und personalen Kompetenzen im therapeutischen Handeln vertiefen.


Kennen Sie das?:

  • In der Therapie ist der Patient sehr erfolgreich, aber der Transfer funktioniert gar nicht........
  • Ständig meckern die Angehörigen darüber, dass die Therapie nicht nachhaltig hilft....    etc.

Es zeichnet das Selbstverständnis heutiger logopädischer Therapie aus, dass funktionales Denken und Üben eine klientenzentrierte systemische Grundhaltung zu den Patienten, Klienten (~Kunden) voraussetzt, damit eine nachhaltige Veränderung bei den Patienten bewirkt wird (Transferleistung).

Die Erkenntnis, dass es letztendlich vom Patienten selbst abhängt, in wie weit seine Heilung nachhaltig erfolgreich sein wird, bedingt eine ganzheitlichen Umgang mit dem Patienten. Seine Persönlichkeit, seine Biografie und seine krankheitsbedingte „Verstimmung“ gilt es durch professionelle Gesprächsführung zu erfassen und zu begleiten, damit der Heilungsverlauf auch jenseits der Therapiestunde positiv verläuft. Verschiedene Studien belegen diese These immer wieder.

Der ressourcenorientierte Gesundheitsbegriff der WHO,  festgelegt in der ICF (2005), seit April 2007 verbindlich für die BRD, und das Gedankenmodell der Salutogenese greifen diese Erkenntnis auf und erweitern die bio-medizinische Ziele einer Symptombehandlung zu einer holistischen ganzheitlichen Zielsetzung der Sprachtherapien. Sie lassen sich zielführend nur durch eine professionelle Gesprächsführung erreichen.

Aber die Clinical- Reasoning- Forschung bestätigt, dass das „Interactive reasoning“ ein wesentlicher Baustein zur therapeutischen Entscheidungsfindung und Heilung ist.

Schlüsselqualifikationen sind einerseits das Explorieren und Reflektieren der eigenen Person und Rolle in und während des logopädisch- therapeutischen Handelns, andererseits das Analysieren des kommunikativen Aktes unter dem systemischen Verständnis wie auch das Kennen von Gesprächsphrasen.

  • Kommunikationsmodelle
  • Grundhaltung
  • Gesprächstechniken
  • Reflexion
  • Gesprächsaufbau

Neben der Darstellung theoretischer Modelle und Konstrukte (Wiederholung und Erweiterung) soll das Erlernte in simulierten Gesprächsbeispielen erprobt werden.

Wichtiger Bestandteil des Seminars ist das Vorstellen, die Besprechung und Bearbeitung eigener, aus der Praxis mitgebrachter Fallbeispiele und Gesprächsprobleme.

Ziel wird eine veränderte Sichtweise auf die Begegnung mit dem Patienten in der logopädischen Therapie sein.

 

Empfohlene Literatur:

  • C. Büttner, R. Quindel, Gesprächsführung und Beratung in der Sprachtherapie
  • G. Bamberger, Lösungsorientierte Beratung,
  • Schulz von Thun, Miteinander Reden 3 Bde,
  • Mäeutik- Kunst der Gesprächsführung
Gespräche führen in der logopädischen Therapie
SeminarnummerS-0237-KG
Termine 22. - 23.06.2012
Fr. 14:30h - 19:15h
Sa. 09:00h - 16:15h
Fortbildungspunkte 195
Dozent Klaus Griebitzsch (Gesangspädagoge, Logopäde)
Kosten195,00 EUR
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