Einführung in die ICF

Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) stellt einen Paradigmenwechsel im Verständnis von gesundheitlichen Störungen dar. Statt Erkrankungen auf ein Symptom oder ein Bündel von Symptomen zu reduzieren, werden sie als ein komplexes Zusammenspiel von bio-psycho-sozialen Faktoren einerseits und der Umwelt der Betroffenen andererseits beschrieben. Der Paradigmenwechsel führt in der klinischen Praxis dazu, nicht mehr länger die Beseitigung von Symptomen in den Mittelpunkt der Therapie zu stellen. Vielmehr geht es darum, den Patienten eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen.

In dem Seminar werden das Modell und die Kodierung der ICF vorgestellt. Dabei wird auf die Vor- und Nachteile eingegangen, die sich aus der ICF für die Logopädie ergeben. Ein besonderer Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Definition therapeutischer Ziele, die sich auf die Komponenten der ICF beziehen. Der Zielsetzungsprozess wird anhand von klinischen Beispielen in Kleingruppen erarbeitet. Die Konsequenzen ICF-basierter Therapieziele für eine klinische Einrichtung werden ebenso dargestellt wie die Therapiemethoden, die zur Umsetzung ICF-kompatibler Therapieziele geeignet sind. Die TeilnehmerInnen sollen am Ende des Seminars die ICF kennen und auf ihren Arbeitsbereich übertragen können.

 

Einführung in die ICF
SeminarnummerS-0127-HG
Termine 08. - 09.10.2010
Fr. 10:00h - 16:30h
Sa. 09:00h - 15:30h
Fortbildungspunkte 14
Dozent Holger Grötzbach (leitender Sprachtherapeut Asklepios klinik Schaufling)
Kosten195,00 EUR
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