Aphasietherapie mit Hand und Fuß: ICF-orientiert, evidenzbasiert, alltagstauglich

Der Blick auf Patienten mit neurogener Sprachstörung wandelt sich: der „klassische“ Aphasiepatient taucht immer seltener in Klinik oder Praxis auf. Das Repertoire an vorgegebenen Methoden und Materialien reicht oft nicht aus, um dem (u.a.) aphasischen Menschen in seiner Gesamtheit gerecht zu werden. Sprachtherapeuten sind gefordert, über die isolierte Arbeit am sprachlichen Symptom hinaus zu gehen und zudem den Erfolg ihrer Behandlung nachzuweisen.

Dem Anspruch an eine umfassende und effektive Aphasietherapie stehen Arbeitsbedingungen gegenüber, die oft nur wenig Zeit für ein individuelles Vorgehen lassen.

Wie kann ich mit relativ geringem Aufwand den Nutzen meiner Aphasietherapie für den Patienten steigern? Das Seminar versucht eine praxisorientierte Annäherung über die Themen:

  • Einbeziehung des Patienten in Therapieplanung und Zielformulierung
  • Integration von Alltagsrelevanz und Transferaufgaben
  • Umsetzung von aktuellen Theorien und Modellen zur Sprachverarbeitung im methodischen Vorgehen
  • Maßnahmen zur Erhöhung der Therapieintensität (z.B. Eigentraining)
  • Quantitative und qualitative Evaluation von Therapiezielen

Dabei werden anhand ausgewählter Fallbeispiele Standards der ICF und evidenzbasierten Arbeitens veranschaulicht und praktisch eingeübt. Der Schwerpunkt der praktischen Arbeit liegt in der Formulierung von fallspezifischen Therapiezielen und der dazu passenden Konzeption von Übungen. Das Seminar wendet sich an Sprachtherapeuten, die alltäglich mit neurologischen Sprachstörungen zu tun haben und denen aktuell gängige Diagnostik- und Therapiemethoden bekannt sind.

 

Aphasietherapie mit Hand und Fuß: ICF-orientiert, evidenzbasiert, alltagstauglich
SeminarnummerS-0243-JF
Termine 31.08. - 01.09.2012
Fr. 14:30h - 19:15h
Sa. 09:00h - 16:15h
Fortbildungspunkte 14
Dozentin Julia Funk (Diplom-Logopädin)
Kosten185,00 EUR
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